WordPress Meetup #138 – Juli – WordPress 7.1, Website-Werkstatt und Pluginrunde

Thema: WordPress 7.1, Website-Werkstatt und Pluginrunde

WordPress 7.1 steht in den Startlöchern. Gemeinsam werfen wir einen Blick auf die Änderungen, die in 7.1 kommen und schauen auch nochmal zurück auf das Sicherheits-Release 7.0.2, das hoffentlich überall angekommen ist.

Wer im Sommerloch-Monat ein Problem mitbringt, findet engagierte Experten, die sich freuen dein Problem zu lösen.

Und damit jeder mit etwas nach Hause geht, was er vorher noch nicht kannte, sammeln wir wieder mal Plugin-Geheimtipps. Also bringt eure neuesten Entdeckungen mit und teilt mit unserer WP-Community!

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Nachlese zum WordPress Meetup #137 – Juni – Blöcke nur mit PHP erstellen

Im Juni hat uns Torsten Landsiedel gezeigt, wie wir nur mit PHP einen Block erstellen können. Dank des neuen Features aus WordPress 7.0 lassen sich einfache Blöcke einfach selbst erstellen. Vom einfachen Functionality-Plugin bis zum realen nützlichen Beispiel.

Die WordPress-News betrafen vor allem zwei aktuelle (und immer noch ungelöste) Probleme:
Auf sämtlichen nicht-englischen wordpress.org-Theme Seiten ist die Suche defekt:
https://fr.wordpress.org/themes/search/hello/
Ein Ticket dazu existiert natürlich schon:
https://meta.trac.wordpress.org/ticket/8338

Unter dem Titel „Protect the Shire“ hat Matt höchstselbst einen 24-Stunden-Delay für alle Theme- und Plugin-Updates eingeführt. Was eigentlich als Maßnahme für mehr Sicherheit gedacht war, ist eher ein Eigentor, denn nun bleiben wichtige Updates für 24-Stunden den meisten Laien unbekannt. Ein unverzeihliches Risiko, wenn man bedenkt, dass die Zeit immer kürzer wird, bis Sicherheitslücken ausgenutzt werden:
https://wordpress.org/news/2026/06/pts/
https://torstenlandsiedel.de/2026/06/09/plugin-und-theme-updates-werden-24-stunden-verzoegert/
https://www.therepository.email/plugin-developers-and-site-maintainers-push-back-on-wordpress-orgs-24-hour-update-delay

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WordPress Meetup #137 – Juni – Blöcke nur mit PHP erstellen

Thema: Blöcke nur mit PHP erstellen

Seit WordPress 7.0 (veröffentlicht am 20. Mai) ist es möglich Blöcke nur mit PHP zu erstellen. Eine Funktion, die sich PHP-Entwickler seit der Einführung vom Block-Editor (aka Gutenberg) wünschen.

Damit alle etwas mitnehmen, werden wir gemeinsam ein super-kleines Plugin erstellen. Angefangen mit einem einfachen „functionality“ Plugin, wo wir schauen, woraus ein Plugin minimal bestehen muss, um darin z.B. ein kleines Snippet zu nutzen.

Danach werden wir Schritt-für-Schritt unseren Block bauen. Am Ende des Vortrags haben wir einen funktionierenden Block nur mit PHP erstellt.

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Nachlese zum WordPress Meetup #136 – Mai – Plugins für Event-Management

Im Mai hat Volker Ruckelshauss in einem bewusst technikfreien Talk gezeigt, wie sich Events in WordPress umsetzen lassen – inklusive Ticketing. Vorgestellt wurden vor allem zwei Plugins: das The-Events-Calendar-Plugin von StellarWP (Liquid Web) und das Events-Manager-Plugin von Pixelite. Beide gibt es jeweils in einer kostenlosen und einer kostenpflichtigen Version, und beide gehen die Aufgabe sehr unterschiedlich an. Am Rande kamen außerdem Eventbrite sowie weitere Plugins zur Sprache.

Das The-Events-Calendar-Plugin (StellarWP)

Von The Events Calendar gibt es natürlich auch eine Demo-Version zum Testen. Schon die kostenlose Variante macht einen guten Eindruck: Man kann darüber sogar Tickets verkaufen und Zahlungen per PayPal abwickeln.

Für die Darstellung bietet die Free-Version unter anderem eine Listenansicht mit Bildern. Eine Monatsübersicht ist ebenfalls dabei und an sich schön – nur wirkt sie bei wenigen Terminen pro Monat schnell etwas leer und ist in den meisten Fällen gar nicht so wichtig. Praktischer ist da oft die Wochenübersicht. In der Pro-Version gibt es neuerdings zusätzlich die Möglichkeit, Events als Foto-Kacheln darzustellen – das sieht richtig gut aus.

Ticketing mit dem Event-Tickets-Plugin

Das Ticketsystem ist schon in der kostenlosen Version vernünftig nutzbar und unterstützt SEPA, Kreditkarte und PayPal. Preise lassen sich dabei auch auf null setzen, etwa für kostenlose Veranstaltungen. Damit das funktioniert, wird ein zweites Plugin gleich mitinstalliert: Event Tickets (Event Tickets and Registration). Nach dem Kauf wird das Ticket automatisch zugesendet. Ein Wermutstropfen: Wiederkehrende Events kann dieses Plugin nicht abbilden.

Spannend wurden an dieser Stelle ein paar rechtliche Fragen, die im Talk offen blieben: Gilt ein Ticketsystem eigentlich schon als Shop? Und lassen sich damit auch ordentliche Rechnungen erzeugen – vermutlich erst in der Pro-Version? Hier lohnt im Zweifel ein genauerer Blick.

Das Events-Manager-Plugin (Pixelite)

Ganz anders ist der Events Manager von Pixelite aufgestellt. Seine große Stärke: Er kann wiederkehrende Events anlegen, inklusive Buchungen (Bookings). Auch Time Slots sind möglich – also mehrere Slots an einem einzigen Tag.

Bei der Darstellung ist er dafür eingeschränkter: Schöne Tabellen für eine Monatsansicht lassen sich nur bedingt umsetzen. Am besten funktioniert hier die Kombination aus Bild und Text – idealerweise mit einheitlichen Bildformaten.

Beim Bezahlen gibt es eine Eigenheit: Der PayPal-Checkout läuft zuverlässig, allerdings nur mit einem privaten PayPal-Konto. Geschäftskonten (Business-Accounts) anzubinden, ist deutlich schwieriger. Wer das umgehen möchte, kann mit dem Plugin auch einfach auf externe Veranstaltungen verweisen, statt nur eigene Events auszurichten.

Physische Veranstaltungsorte lassen sich hinterlegen und sind meist gleich als Default gesetzt. Kategorien gibt es selbstverständlich ebenfalls. Besonders gut gefallen haben die durchdachten Formulare – etwa für Anmeldungen und Stornierungen. Was dem Plugin allerdings fehlt: eine eigene Event- bzw. Kalenderansicht.

Eventbrite als rechtssichere Alternative

Als weitere Option kam Eventbrite ins Spiel, das sich über ein Connector-Plugin an WordPress anbinden lässt. Der Reiz liegt hier vor allem in der Rechtssicherheit – und für rein kostenfreie Veranstaltungen ist die Nutzung umsonst.

Weitere erwähnte Plugins

Daneben fielen am Abend noch zwei weitere Namen. Wer ohnehin einen WooCommerce-Shop betreibt, kann den Ticketverkauf mit Tickets for WooCommerce direkt in den vorhandenen Checkout integrieren. Und für alle, die es bewusst minimalistisch mögen, gibt es Very Simple Event List – ein sehr schlankes Plugin, das Termine einfach als Liste ausgibt, ganz ohne Kalender und Ticketing.

Fazit

Ein passendes Event-Plugin gibt es also durchaus – nur eben nicht das eine für alle Fälle. Welches sich eignet, hängt stark davon ab, ob man eher auf eine schöne Kalenderdarstellung, auf wiederkehrende Termine oder auf möglichst einfaches, rechtssicheres Ticketing Wert legt.

Erwähnte Plugins und Links

Nachlese zum WordPress Meetup #135 – April – Neue Perspektiven auf die WordPress-Security für 2026

Im April hat Simon Kraft (Patchstack) einen Vortrag über neue Perspektiven auf die WordPress-Security für 2026 gehalten. Im Mittelpunkt stand dabei vor allem ein Thema, das in den kommenden Jahren auf viele von uns zukommt: der Cyber Resilience Act (CRA) der EU. Daneben ging es aber auch ganz praktisch darum, wie man eigene WordPress-Websites wirksam absichert.

Wie ernst die Lage ist – ein paar Zahlen

Zum Einstieg machte Simon mit einigen Zahlen deutlich, warum WordPress-Security 2026 wichtiger ist denn je. Allein im vergangenen Jahr wurden rund um WordPress etwa 11.343 Sicherheitslücken erfasst, verteilt über mehr als 11.000 Plugins im Jahr 2025.

Besonders alarmierend: Sobald eine Sicherheitslücke öffentlich bekannt wird, vergehen im Median nur etwa 5 Stunden bis zur Massenausnutzung. Und obwohl 46 % der gemeldeten Lücken zwar bekannt, aber nicht gepatcht wurden, zeigt sich: Geschwindigkeit ist beim Thema Sicherheit alles.

Der Cyber Resilience Act (CRA)

Der größte Teil des Abends drehte sich um den Cyber Resilience Act – eine EU-Verordnung, die Anforderungen an die Sicherheit von „Produkten mit digitalen Elementen“ stellt. Simon nahm sich die Zeit, einmal sauber aufzulisten, was eigentlich ausgenommen ist und was unter die Regelung fällt.

Hilfreich ist hier ein Flowchart mit dem Titel „Is your Open Source project covered?“ – eine gut aufbereitete Variante findet sich in der CRA-Checkliste von Patchstack, mit der man Schritt für Schritt prüfen kann, ob das eigene Projekt betroffen ist. Auch ein Artikel bei netzpolitik.org beleuchtet das Thema verständlich.

Wer ist betroffen?

Betroffen sind insbesondere Maintainer und Verwalter – allerdings nur, wenn sie im Rahmen einer kommerziellen Aktivität handeln. Für reine Open-Source-Hobbyprojekte gelten andere Maßstäbe.

Eine spannende, noch ungeklärte Frage: Ist eine Website überhaupt ein „Produkt mit digitalen Elementen“? Falls ja, wäre man womöglich schon ab September betroffen. Auch ob die Regelung nur für neue Websites gilt oder rückwirkend greift, ist derzeit noch offen – man weiß es schlicht noch nicht.

Was man konkret tun kann

Der CRA klingt erst einmal nach viel Bürokratie, doch viele der geforderten Maßnahmen sind ohnehin guter Standard. Dazu gehören unter anderem:

  • Koordinierte Offenlegung von Schwachstellen (Coordinated Vulnerability Disclosure)
  • Reduzierung der Angriffsfläche
  • Regelmäßige Sicherheitsupdates
  • Eine SBOM (Software Bill of Materials) und eine VDP (Vulnerability Disclosure Policy)
  • Datenminimierung und Verschlüsselung von Daten
  • Meldung von Vorfällen an die ENISA, die EU-Agentur für Cybersicherheit

Was ist eine SBOM?

Eine SBOM lässt sich am besten als Zutatenliste für Software verstehen: Sie listet auf, aus welchen Komponenten und Abhängigkeiten ein Produkt zusammengesetzt ist. Erstellen lässt sich so eine Liste zum Beispiel automatisiert über die Pipeline in GitLab. Als Standards kommen unter anderem OWASP CycloneDX und SPDX zum Einsatz.

Wie umfangreich solche Abhängigkeiten sein können, zeigt ein Blick auf den WordPress-Core: Laut GitHub Dependency Graph sind das – soweit sichtbar – rund 2.571 Abhängigkeiten.

Sicherheitsupdates und Supply-Chain-Sicherheit

Ein interessanter Punkt: Der CRA sieht Sicherheitsupdates in einem zweiten, getrennten Update-Stream vor – an WordPress wurde dabei offensichtlich nicht gedacht. Auch das Thema Supply-Chain-Sicherheit spielt eine immer größere Rolle, also die Frage, wie vertrauenswürdig die gesamte Lieferkette einer Software ist.

Praktische WordPress-Security

Im zweiten Teil wurde es ganz praktisch. Simon fasste die wichtigsten Hebel in drei Bereichen zusammen: Login-Sicherheit, eine minimierte Angriffsoberfläche und allgemeine Hygiene.

Login absichern

  • Auf Passwort-Komplexität achten
  • Multi-Faktor-Authentifizierung nutzen – per 2-Faktor-Plugin oder Passkeys
  • Eine zusätzliche Passwortabfrage auf der Login-Seite (z. B. via .htaccess)

Angriffsfläche minimieren

  • Die XML-RPC-API deaktivieren, sofern nicht benötigt
  • Minimale Benutzerrechte vergeben (Prinzip der geringsten Rechte)
  • Eine WordPress-spezifische WAF (Web Application Firewall) einsetzen

Hygiene und Wartung

  • Regelmäßige, automatische Backups
  • Regelmäßige Updates
  • Eine vorsichtige Plugin-Auswahl

Die richtige Plugin-Strategie

Ein wichtiger Gedanke zum Schluss: Lieber spezialisierte, kleine Plugins einsetzen als große All-in-One-Lösungen. Und ein verbreiteter Irrtum wurde aufgeräumt: Große Plugins mit vielen Nutzern sind nicht automatisch sicherer – eine hohe Verbreitung sagt wenig über die tatsächliche Code-Qualität aus.

Lesetipp

Wer tiefer einsteigen möchte: Das Security White Paper von Patchstack („State of WordPress Security in 2026“) ist absolut lesenswert.

Erwähnte Ressourcen und Medien

  • WP Jobboard – kuratierte WordPress-Jobs aus der Community
  • KrautPress – das deutschsprachige WordPress-Community-Magazin (mit WP Letter, WP Podcast und dem KrautPress Website Club)